Schokofair

Karlsruher Kirchen-Kaffee

nachhaltig angebaut und Fair gehandelt:
guten Gewissens geniessen !

Der Rohkaffee wird bei der Kaffeerösterei KRONEN-KAFFEE, einem Familienbetrieb in Stutensee, weiter verarbeitet. Hans Hornung veredelt die Bohnen mit größter Sorgfalt und in kleinen Mengen 15 bis 18 Minuten lang im traditionellen und schonenden Trommelröstverfahren. Anschließend werden nochmals Fremdkörper ausgelesen und die Bohnen an Ort und Stelle verpackt. Damit ist dieser Kaffee immer röstfrisch. Die schnelle regionale Vermarktung gewährleistet die außerordentliche Qualität des Karlsruher

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Tatort Eine Welt …

In dem Augenblick, in dem ich diese Zeilen schreibe, sind in Pakistan Millionen Menschen auf der Flucht vor riesigen Wassermassen, sind in China Tausende Menschen bei Erdrutschen verschüttet worden, hungern Millionen Menschen, müssen Hunderte Millionen Menschen schuften und bekommen doch nur „Hungerlöhne“ für ihre Arbeit, die zum Überleben nicht ausreichen. Solche Informationen stumpfen uns ab oder machen uns ohnmächtig. Mehr…
Beim Besuch eines Möbelhauses habe ich als neuer möglicher Kunde eine Tasse als Geschenk erhalten. Neugierig, wie ich bin, habe ich die Tasse umgedreht und konnte auf dem Boden lesen: „Made in Bangladesh“. Bangladesh ist uns bekannt als sehr armes Land, auch als Land der Überschwemmungen, das, wenn der Meeresspiegel wie vorhergesagt steigt, zum großen Teil von der Weltkarte verschwinden wird. Vielleicht kennen wir dieses Land auch von den Etiketten vieler unserer Kleidungsstücke und die etwas älteren Leser/-innen von den Jutetaschen der Aktion „Jute statt Plastik“, mit der vor fast 40 Jahren die Eine-Welt-Läden auf die Situation in diesem Land aufmerksam gemacht haben. Bangladesh ist aber nur ein Beispiel für viele so genannte Entwicklungsländer unserer Erde in Afrika, Asien und Lateinamerika, in der Menschen hungern und verhungern, immer wieder gegen „Naturkatastrophen“ ankämpfen müssen. Gründe dafür gibt es sicherlich viele. Ursachen sind auch in unserem Verhalten, in der ungerechten Weltwirtschaftsordnung und in der Politik der Europäischen Union zu finden. So werden zum Beispiel Überschüsse an Gemüse und Fleisch, die in der Europäischen Union mit hohen Subventionen und Zuschüssen produziert werden, in afrikanische Länder exportiert, dort billig auf den lokalen Märkten angeboten, was zur Folge hat, dass die afrikanischen Bauern auf ihren in harter Arbeit produzierten Tomaten usw. „sitzen bleiben“. Wie wir – jede und jeder Einzelne und wir als Laurentius-Gemeinde etwas tun können, dazu möchte ich in den folgenden Gemeindebriefen anstoßen. Vielleicht können wir bereits am Erntedankfest damit beginnen? Ich freue mich über jeden, den diese Zeilen anregen, mit mir Kontakt ( 681131) aufzunehmen. Wolfgang Erb (Schwetzinger Straße 69)
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Landraub

Eine Tragödie für die Bevölkerung und die Natur

Geschichte aus dem alten Testament: Nabot hatte einen Weinberg in der Nähe des Palastes von König Ahab (9.Jh.v.Chr.) Ahab wollte von Nabot den Weinberg kaufen oder ihn gegen ein anderes Grundstück eintauschen. Nabot wollte das Feld aber nicht hergeben, weil er es von seinen Vorfahren als Lebens-grundlage ererbt hatte. Isebel, die Frau Ahabs, ließ Nabot wegen Gotteslästerung anklagen. Er wurde verurteilt und zu Tode gesteinigt. So konnte Ahab den Weinberg in Besitz nehmen. Fast zweitausend Jahre später: Der Abt des Klosters Weissenburg im heutigen Elsass ließ in einem Doku-ment des Jahres 991 n.Chr. die Orte aufzählen, die ihm vom deutschen Kaiser ge-raubt wurden. Deshalb feier-ten wir im Jahr 1991 „1000 Jahre Hagsfeld“. Mehr…
Landraub nur in längst vergangenen Zeiten? In Brasilien werden auf riesigen Flächen Gen-Soja und Zuckerrohr angebaut, auf denen seit Jahrhunderten in-digene Völker, also „Eingebo-rene“ lebten und noch leben. Sie werden aus ihrem Lebensraum, dem Wald, vertrieben von Großgrundbesitzern und multinationalen Konzernen, die vom brasilia-nischen Staat „Besitzrechte“ erhalten haben. Die Indios werden nicht gefragt und nicht entschädigt. Man nimmt ihnen den Wald, holzt ihn ab, um Ackerfläche für den An-bau von Futtermitteln (Gen-Soja) und Energierohstoffen (Zuckerrohr für Ethanol) für den Export auf den Welt-markt. Die enteigneten Indios vergrößern die Massen in den Favelas der großen Städte. „Wenn man hier in Europa ein Stück Fleisch isst, dann muss dem Konsumenten klar sein, dass in Brasilien deshalb ein Indio im Müll lebt, weil auf seinem früheren Land heute das Soja wächst, das bei uns im Futtertrog landet.“ (Wolfgang Heck in Schrot und Korn 08/2013). Ähnliches ist in Asien (Malaysia, Indonesien u.a.m.) durch die Anpflanzung von Ölpalmen und den Export des Palmöls, in Afrika (Äthopien, Kenia, Tansania, Kongo usw.) durch den Anbau von Zucker-rohr und Mais als Energieroh-stoff zu beobachten. China und die reichen Wüstenstaat im Orient ver-sorgen sich in Afrika mit Ackerflächen, um Nahrungs-mittel für die eigene Bevölke-rung zu produzieren. Die vom Landraub betroffenen Klein-bauern werden von ihrem Land vertrieben und müssen hungern. Diese Zeilen sollen zum Nachdenken anregen. Wer sich tiefer informieren möchte kann dies tun unter anderem in „Schrot&Korn 08/2013“, „Brot für die Welt, Zeitschrift-Global lernen 2011.1 zum Thema Landraub“ oder unter www.regenwald.org/themen/ landraub Und dazu noch ein TV-Tipp:

Auf die Mahner hört man nicht
ZDF 20.10.2013 14:45Uhr.

Wolfgang Erb
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