Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde

Unsere glitzernde Konsumwelt wäre kaum denkbar, wenn nicht auf der
ganzen Welt Menschen unter unwürdigen Umständen arbeiten würden, um die
bei uns angebotenen Waren zu produzieren. Dabei geht es häufig nicht
fair zu. Weil wir möglichst wenig für die Produkte zahlen wollen, werden
Menschen weltweit ausgebeutet. Sie abeiten für unglaublich niedrige
Löhnen in Fabriken ohne Notausgänge oder in einsturzgefährdeten Minen.

Diese Situation nachhaltig zu verbessern, ist nur ein Aspekt der ÖFSB =
Ökologisch, fairen und sozialen Beschaffung. ÖFSB
(http://www.ekiba.de/html/content/fsb518.html) ist ein Projekt der
evangelischen Landeskirche in Baden, um so einen wichtigen Beitrag zur
Bewahrung der Schöpfung zu leisten. Mit dem "Runden Tisch" am 20.
September lädt dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den Karlsruher
Grünen-Gockel-Gemeinden nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiter ein,
sondern möchte auch auch Sie/Euch als Ehrenamtliche informieren und zu
einem Erfahrungsaustausch einladen.

Ich würde mich freuen, möglichst viele interessierte Menschen aus
unserer Gemeinde dort begrüßen zu können.

Herzliche Grüße

Volker Rink

- Schöpfungsbeauftragter der Laurentiusgemeinde in KA-Hagsfeld

Einladung

„Neu aufbrechen!“

„Neu aufbrechen!“ der Gottesdienst zur Einführung des Grünen Gockel

Am Sonntag, den 9. April 2017 wurde der „Grüne Gockel“ - ein kirchliches Umweltzertifikat, das die Anforderungen des europäischen Umwelt-Audit-Systems (EMAS) erfüllt – im 11:15-Gottesdienst in der Hagsfelder Laurentiuskirche eingeführt.

Pfarrer Siegfried Weber und das Umweltteam gestalteten aus diesem Anlass einen festlichen Gottesdienst in der voll besetzten Kirche, unterstützt vom Musikteam und Denkanstößen. So wurden im Gottesdienst z. B. Stücke des Umweltteams aufgeführt, die sich mit dem Klimawandel und mit der Hoffnung, etwas dagegen tun zu können, befassten. Auch die gesungenen Lieder „Wiesen und Berge“, „Du bist der Schöpfer“ und „Alle Schöpfung staunt und preist“, die vom Musikteam von stimmungsvoll bis besinnlich als Gebete intoniert wurden, rundeten den gelungenen Gottesdienst ab.

Eine Brücke zum Grünen Gockel schlug Pfarrer Siegfried Weber in seiner Predigt mit 4 Thesen zum Thema des Gottesdienstes „neu aufbrechen“. Vom Aufbruch Abrahams in ein neues Leben (1. Mose 12) bis hin zur Teilhabe der Schöpfung Gottes an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes (Röm 8, 22) wurde klar, dass es uns allen in bestimmten Lebenslagen notwendig ist, neu aufzubrechen und etwas in seinem Leben zu verändern.

In einer Umfrage in die Gemeinde, was denn schon getan wird und was man hinsichtlich der Umwelteinflüsse selber verbessern könnte, gab es sehr viele konkrete Maßnahmen und Vorschläge der Gottesdienstbesucher. Danach ging es über zur feierlichen Übergabe der Zertifikate. Sonja Klingberg-Adler von der Landeskirche stellte die Selbständigkeit und die hohe Qualifikation des Umweltteams heraus und freut sich über jede neue Gemeinde, die den Grünen Gockel einführt. Denn nur dadurch kann die Landeskirche die selbstgesteckten Umweltziele erreichen.

Der Dekan der ev. Kirche in Karlsruhe Dr. Thomas Schalla gratulierte der Gemeinde zum Erhalt des Zertifikates und stellte die Wichtigkeit von Bewahrung der Schöpfung und dem Engagement aus der Gemeinde heraus dar. Er wünschte dem Umweltteam Langmut und Durchhaltevermögen. Auch der Bürgermeister der Stadt Karlsruhe Klaus Stapf freute sich über die Zertifizierung und wünschte der Gemeinde viel Erfolg bei der Erreichung der gesteckten Ziele.

Beim anschließenden Empfang vor der Kirche konnten sich die Gottesdienstbesucher bei herrlichem Frühlingswetter über den Grünen Gockel informieren und bei einem kleinen Imbiss einen Blick in die ausliegenden Umwelterklärungen werfen.  Das Umweltteam stand für Fragen aber auch für Anregungen zur Verfügung und nimmt viele positive Eindrücke für die anstehenden Aufgaben zur Bewahrung der Schöpfung. Im parallel stattfindenden Kindergottesdienst wurden kleine Gockel am Stil gebastelt, so dass fast jeder noch eine mahnende und erinnernde Figur mit nach Hause nehmen konnte.

Volker Rink, Schöpfungsbeauftragter