Laurentius 11:15 - Input Sonntag 15. April 2018

Evang. Laurentiuskirche Hagsfeld - Laurentius-11:15 am 15. April 2018
Thema: „Worauf es ankommt“
Predigttext: Johannes 3,16 und Johannes 5,39
Konfirmandengespräch
Prediger: Pfarrer Siegfried Weber

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3 Vers 16

Jesus spricht: „Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und ja: Sie ist’s, die von mir zeugt. Aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.
Johannes 5 Vers 39

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Liebe Konfis, liebe Gemeinde!

Ungefähr 9 Monate haben wir uns im Konfi-Unterricht mit Themen des christlichen Glaubens auseinandergesetzt. Gemeinde und Gottesdienst, Gebote und Gebet, Bibel und Glaube. Wir haben miteinander versucht zu verstehen, haben Texte gelesen, Arbeitsblätter ausgefüllt, über alles geredet. Und auswendig gelernt werden mussten auch ein paar Dinge.

Eure Konfi-Zeit wird nun in einer guten Woche rum sein. Dann gehen wir nochmal Eis essen. Einige von Euch werden hoffentlich in der Jugendgruppe dabei bleiben oder in den Kreis der Konfi-Betreuer kommen. Hoffentlich werdet Ihr die Zeit in guter Erinnerung behalten, denn wir haben ja richtig gute Sachen miteinander gemacht, besonders die Freizeit und die Übernachtung und so. Das, was wir an Themen gemacht haben, werdet Ihr schnell wieder vergessen haben – Ihr braucht deswegen kein schlechtes Gewissen haben: Untersuchungen zeigen, dass das bei den meisten so ist – bei mir war es auch so.
Umso wichtiger ist, dass wir jetzt, am Ende der Konfi-Zeit, nochmal schauen, worauf es wirklich ankommt. Zwei Sätze will ich Euch dazu mitgeben:

1. Vergiss den Glauben nicht!
Der wichtigste Satz der Bibel steht in Johannes 3 Vers 16 – Ihr solltet ihn auswendig lernen: So sehr hat Gott diese Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen (wir könnten auch sagen: innig geliebten) Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Gott liebt Dich! Ganz persönlich Dich! Du kannst statt „Welt“ oder „alle“ Deinen Namen einsetzen: So sehr hat Gott Siegfried Weber oder Yanik Weber oder Susanna Dorn oder wie Du auch heißt geliebt. Vergiss das nicht: Du bist geliebt von dem unendlich großen Gott. Er will, dass Dein Leben gelingt! Er will Dich gut führen. Er hat das nicht nur gesagt, er hat das gelebt. Er hat Jesus in diese Welt geschickt, damit wir von seiner Liebe zu uns erfahren. Er hat ihn sterben lassen, damit wir in der Verbindung mit Gott leben können.

Gott bietet Dir das ewige Leben an. Du sollst jetzt schon in diesem Leben erfahren, wie Gott bei dir ist. Wie er dir hilft. Wie er dich führt. Wie er dich auch in schweren Zeiten trägt. Und du sollst selbst dann, wenn du sterben musst, wissen: Du bist dann bei Gott. Für immer.

Das kriegst du alles geschenkt. Es gibt nur eine Bedingung: Du musst es annehmen. Das heißt hier „glauben“. Du kannst das Gott ganz schlicht sagen, dass du das willst, was er dir schenkt. Darauf kommt es an. Deshalb: Vergiss den Glauben nicht!

2. Lebe Deinen Glauben!
Was ich damit meine, will ich an einem Beispiel sagen. Dieses etwas umfangreichere Heft ist die Gebrauchsanleitung für meinen Motorroller. Letzten Sommer habe ich ihn gekauft. Ehrlich gesagt war ich ziemlich dankbar für dieses Heft. Denn obwohl ich vor Jahren schon mal ein Motorrad hatte und manches wusste: Es gibt doch da einige Funktionen, da musste ich erst mal nachlesen, wie das geht.

Also: Das Heft hier ist schon ganz hilfreich. Aber es ist trotzdem nur die Gebrauchsanleitung. Das Eigentliche ist was ganz anderes. Das Eigentliche ist dieser tolle Roller – und das Fahren damit!

Ich kann mir echt nicht vorstellen, stundenlang in der Gebrauchsanleitung zu lesen, vielleicht sogar noch Teile davon auswendig zu lernen oder mit anderen über die Gebrauchsanweisung zu diskutieren – und nicht zu fahren! Das wäre doch echt schräg!

Jesus sagte mal ganz gelehrten Leuten seiner Zeit: Ihr kennt Euch in der Bibel wunderbar aus. Aber das, was drin steht, nämlich die Beziehung zu Gott, die der so gerne zu euch möchte, das lebt ihr nicht.
Im Grund hat Jesus das so ähnlich gesagt wie ich jetzt mit der Gebrauchsanweisung vom Motorroller. Ja, die Bibel ist wichtig, sehr wichtig sogar. Sie ist Gottes Wort an uns. Aber noch wichtiger ist, dass wir das machen, was sie sagt. Dass wir unseren Glauben leben. Dass wir in dieser Beziehung mit Gott sind – durch Jesus. So wie beim Motorroller das Fahren das Geniale ist, so ist es im Glauben das tatsächliche Leben mit Jesus. Dabei zu sein in der Jugendgruppe. Gemeinsam zu überlegen, wie wir unseren Glauben in der Schule oder im Verein oder in der Familie leben können. Spaß miteinander zu haben und getragen zu sein in schweren Zeiten.

Lebe Deinen Glauben. Du kannst das nicht allein. Da wirst Du schnell merken, dass Du keine Lust mehr hast zum Beten oder Bibellesen. Deshalb gibt es die Gemeinde. Den CVJM. Die Jugendgruppe. Die Mitarbeit in der Jungschar, im Konfi oder wo auch immer. Dann wirst Du erleben, dass das mit Jesus nicht nur irgendwelche Worte sind, sondern dass das richtig genial ist. Lebe Deinen Glauben. Darauf kommt es an.
Amen.

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